1. SC Lippetal
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1. SC-Lippetal Geschichte

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden in vielen Dörfern Vereine gegründet. Fast überall bildete sich in unserer Region als erste Vereinigung ein Schützenverein. Diesem folgten Jünglingssolididäten, Müttervereine oder auch Ziegenzuchtvereine. Die Sportbewegung hatte es auf dem Lande zunächst schwer.
Über 100 Jahre vergingen nach der Gründung des ersten Turnvereins in Deutschland (1816 in Hamburg) bis auch in Herzfeld der erste Sportverein ins Leben gerufen wurde. 1921 war dies der Fall, genau in dem Jahr, in dem auch der Schützenverein nach dem 1. Weltkrieg wieder ins Leben gerufen wurde.


Die Frage, ob Sport auf dem Lande überhaupt notwendig sei, bewegte die Menschen in Herzfeld auch noch 6 Jahre nach der Gründung. Hauptlehrer Tusch stellte seine Rede zur Einweihung des Jugendheims in Herzfeld unter das Motto:


„Ist denn der Sport auch notwendig auf dem Lande?“
Diese Notwendigkeit sahen am 23. Februar 1921 siebenundzwanzig junge Männer aus Herzfeld und Hovestadt, als sie sich in der Gaststätte Bitter an der Diestedder Straße (heute Pizzeria „Bella Italia“) zur Gründungsversammlung des
„Ballspielvereins Viktoria Herzfeld“
zusammenfanden. In dieser ersten Sitzung wurde der Vorstand gewählt.


Alois Schumacher-Kruse, 1. Vorsitzender
Wilhelm Dickmann, 2. Vorsitzender
Heinrich Bitter, Schriftführer und Kassierer
Hermann Mußhoff und Hermann Tusch, Beisitzer
Franz Simon und Wilhelm Schürmann, Revisoren


Zum Vereinslokal wurde in dieser Sitzung das Gründungslokal des Gastwirtes Bernhard Bitter gewählt. Das Eintrittsgeld in den Verein wurde auf 5,00 DM und der Monatsbeitrag auf 2,00 DM festgesetzt.


Am 30. Mai 1921 wurde der Verein zur polizeilichen Genehmigung angemeldet.